Das Wetter – Reflexion

Es ist mir durchaus bewußt.
Dass der Titel meiner heutigen Zeilen.
Im allerersten Moment eine falsche.
Erwartungshaltung wecken könnte.
Soviel darf ich vorab schon verraten.
Ich will nicht das Wetter analysieren.
Es geht mir vielmehr um Verhaltensmuster.
Die ich bei Mitmenschen hinterfragen will.
Um ihr Denken und Handeln vielleicht sogar.
Ein klein wenig besser verstehen zu können.

Für das erste durchaus banale Beispiel.
Möchte ich von einem Bekannten erzählen.
Der mir kürzlich über den Weg gelaufen war.
Meine gewählten Fragen waren nicht kreativ.
Da möchte ich nichts beschönigen.
Floskeln zählen nicht zu meinen Stärken.
Wie geht es dir?
Hast du den Sommer angenehm verbracht?

Aber sein Konter hatte es dafür in sich …
Wie soll es mir schon gehen?
Ich war zwei Wochen auf Urlaub in Italien.
Und drei Tage davon hat es geregnet.

Eine andere Situation fällt mir noch ein.
Schon seit einigen Tagen gingen in Wien.
Kräftige Regenschauer und Gewitter nieder.
Nicht das ideale Wetter für Freizeitsport.
Aber den Arbeitsalltag im Großraumbüro.
Tangierte dieser Umstand nicht wirklich.
Dies entsprach zumindest meiner Auffassung.

Gänzlich anders sah dies meine Kollegin.
Diese war nun so stark damit beschäftigt.
Ihre Mitmenschen äußerst wortreich.
Auf die psychische Belastung hinzuweisen.
Welche ihr die Regenschauer bescherten.
Dass kaum mehr Zeit zum Arbeiten blieb.
Die Ernsthaftigkeit dieser Problematik.
Wurde mit Nachdruck untermauert.
Und großteils erntete sie Verständnis.
Dass doch bei solchem Regenwetter.
Keine volle Arbeitsleistung zu erwarten sei.

Ich sehe mich oftmals außerstande.
Den Menschen halbwegs klar zu vermitteln.
Dass mich derartige Verhaltensmuster.
In allzu stark eingesetztem Ausmaß.
Mitunter massiv nerven können.
Natürlich lese auch ich den Wetterbericht.
Vereinzelt werde ich ihm auch kommentieren.
Aber ein verregneter Tag ist für mich.
Eine nicht zu ändernde Begebenheit.
Mit der ich mich gut arrangieren werde.

Manche von euch könnten meinen.
Dass ich in den vorgebrachten Beispielen.
Jede Emotionalität unterdrücken würde.
Und sie anderen noch verbieten wolle.
Dieser Vorwurf wäre mir nicht ganz neu.
Aber ich bin nun mal wie ich bin.
Und reagiere vereinzelt innerlich gereizt.
Wenn ich den Eindruck gewinnen muß.
Das eine Banalität dazu genutzt wird.
Um Selbstmitleid auszuleben.

Es liegt nicht in meiner Absicht.
Berechnendes Verhalten zu unterstellen.
Es ist wohl von Fall zu Fall verschieden.
Auch meiner persönlichen Wahrnehmung.
Schreibe ich eine Mitverantwortung zu.
Und auch an dieser sollte ich arbeiten …

Pedro

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