Tiefstapeln – Reflexion

Man kann schon fast sagen.
Es ist ein Teil deines Wesens.
Man kennt dich nicht anders.
Du stellst dein Licht unter den Scheffel.
Manche würden es Tiefstapelei nennen.
„Na und“, würdest du dazu sagen.

Menschen die es gut mit dir meinen.
Haben dich schon darauf angesprochen.
Wollten dir Ratschläge geben.
Wie es besser laufen könnte.
Anhand von Verhaltensmustern.
Wie du dich besser verkaufen könntest.
Du hast höflich aber bestimmt erwidert.
Daß sie letztlich im Irrtum liegen würden.
Denn du bekennst dich dazu.
Du würdest den ehrlicheren Weg gehen.
Du siehst keinen Fehler darin.

Was finden die Menschen daran falsch?
Du würdest niemanden damit schaden.
Nein, aber das sagt auch niemand.
Aber schadest du nicht dir selbst?
Durch deine Tiefstapelei.
Hast du dir diese Frage schon gestellt?
Du hättest schon mehr erreichen können.
Auch wenn du jetzt wieder ausweichen wirst.
Und meinst du wärst kein Karrierist.

Es ist schon ganz klar.
Hochstapelei ist auch nicht meine Sache.
Ganz gewiß nicht.
Aber der goldene Mittelweg.
Würde dir vielleicht besser bekommen.
Als dein erklärtes Bekenntnis.
Zu dem was man Tiefstapelei nennt.
Ehrlichkeit und Eigeninteressen.
Sollen schließlich kein Widerspruch sein.

Ich kenne deine Argumentation.
Und ich bin ihr nicht ganz abgeneigt.
Das weißt du letztlich auch.
Du hast mir zuletzt erklärt.
Diejenigen welche dich besser kennen.
Würden ohnehin wissen.
Was sie an dir hätten.
Das mag schon sein.
Aber durch deine Tiefstapelei.
Durch deine Verhaltensmuster.
Gibst du manchen gar nicht die Chance.
Dich besser kennen zu lernen.
Und zu erkennen wer du wirklich bist.

Denk mal darüber nach.
Kein Mensch kann aus seiner Haut.
Das ist mir schon klar.
Und eigentlich denke ich.
Dass dein Bekenntnis zur Tiefstapelei.
Nur daher rührt.
Das dein Wesen einfach so ist.
Du bekennst dich zu dir selbst.
Und das ist schon auch okay.

Pedro

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