Traditionen – Reflexion

Tradere, Traditio.
Aus dem Lateinischen.
Das Wort steht für Überlieferung.
Die Weitergabe von Überzeugungen.
Das Wort Tradition in der deutschen Sprache.
Es wird sehr vielschichtig angewendet.

Brauchtum.
Für manche ein unverzichtbarer Bestandteil.
Im ländlichen Bereich wohl verstärkt.
Ein Merkmal der Identifikation.
Oftmals auch schon in die Wiege gelegt.
Das Elternhaus kann den Weg.
Für das Brauchtum maßgeblich bestimmen.
Auch wenn jeder Mensch.
Letztlich selbst entscheiden sollte.
Wie er damit umgehen möchte.
Sollte man zumindest meinen.

Glaubensfragen.
Sind sehr eng mit Traditionen verhaftet.
Der Glauben ist auf Überlieferung aufgebaut.
Die Tradition ebenso.
Das Brauchtum und der Glaube.
Sind zwei Verbündete.
Manchmal auch unbewusst.

Politische Traditionen.
Gesellschaftliche Traditionen.
Wissenschaftliche Traditionen.
Wirtschaftliche Traditionen.
Formulierungen wie diese.
Werden gerne verwendet.
Um ein konservatives Weltbild zu umschreiben.
Steht Tradition für Konservativismus?
Nicht unbedingt.
Aber so wie es oft angewendet wird.
Ist dieses Parallele nicht ganz abwegig.

Tradition und Moderne.
Sollte kein Widerspruch sein.
Auch wenn es oft so interpretiert wird.
Traditionen verbinden eine Gruppe.
Sie stehen für sozialen Zusammenhalt.
Sie tragen zur Identifikation bei.
Sie überliefern Werte.
Sie charakterisieren eine Kultur.

Lebe ich selbst nach Traditionen?
Ich kann es gar nicht mal sagen.
Aber vermutlich wird es schon so sein.
Dass ich Traditionen lebe.
Auf meine Art und Weise.
Mein Zugang zur Tradition ist gespalten.
Aber bestimmt nicht ablehnend.
Das möchte ich abschließend erwähnen.
Solange Tradition nicht zum Gruppenzwang führt.
Solange die Individualität bestehen bleibt.
Solange sollen Traditionen gelebt werden.

Pedro

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