Wie konnte ich nur … – Reflexion

Nur selten und nicht allzu gerne.
Wage ich es darüber nachzudenken.
Wie weit sich mein Lebensweg.
Plausibel nachvollziehen lässt.
Auch für meine Mitmenschen.
Ist es nicht immer ganz einfach.
Die von mir oftmals allzu rational.
Vorgebrachten Sichtweisen.
Nachempfinden zu können.
Um Mißverständnisse zu vermeiden
Lasse ich es dann besser bleiben.
Oftmals sogar gegenüber mir selbst.

Aber in manch stillen Momenten.
Kann es doch soweit kommen.
Dass ich den Ursprung hinterfragen will.
Um eine plausible Erklärung zu finden.
Für Entwicklungen in meinem Leben.
Die alles andere als schlüssig erscheinen.
Meiner Partizipation in der Gesellschaft.
Die bei oberflächlicher Betrachtung.
Kaum Auffälligkeiten erkennen lässt.
In Wahrheit aber deutlich und ungewollt.
Sich einer brauchbaren Erklärung widersetzt.
Dies zu negieren ist der eine Weg.
Aber ist er wirklich zulässig?

Es liegt meinem Wesen prinzipiell fern.
Die Verantwortung dafür vorrangig.
In den Mitmenschen zu suchen.
Ich stelle keinen pauschalen Freibrief aus.
Aber viel wichtiger erscheint mit stets.
Im Sinne der Selbstverantwortung.
Die Ursache im eigenen Verhalten.
Zu suchen und zu hinterfragen.
Nur so kann sich eine Möglichkeit auftun.
Die Entwicklungen der Zukunft.
Vielleicht ein wenig zu beeinflussen.

Macht es denn wirklich einen Sinn?
In der Vergangenheit zu kramen.
Diese Frage ist äußerst zwiespältig.
Der Fokus gebührt stets der Zukunft.
Eine Reise in die Vergangenheit.
Ist aber mit Vorsicht zu genießen.
Wenn wir uns außerstande sehen.
Die Zeitreise konstruktiv anzugehen.
Und lediglich eine Belastung verbleibt.
Welche den weiteren Weg behindert.

Auf der anderen Seite ist es legitim.
Aus der Vergangenheit zu lernen.
Den eigenen Lebensweg aufzuarbeiten.
Warum habe ich es nicht durchschaut?
Wie konnte ich es soweit kommen lassen?
Warum habe ich solange zugesehen?
Warum habe ich ungewollt mitgespielt?
Weswegen habe ich geschwiegen?
Warum habe ich mir das gefallen lassen?
War ich zu feige für eine Veränderung?

Ich will euch keinesfalls empfehlen.
Solchen Denkmustern zwingend nachzugehen.
Es ist beinahe ein Ding des Unmöglichen.
Auf all diese und ähnliche Fragen.
Klaren und zielführende Antworten zu finden.
Und wir sollten die Suche danach.
Auch keinesfalls überstrapazieren.
Es ist bestimmt ein schmaler Grad.
Zwischen konstruktiver Beleuchtung.
Und belastenden Rückblicken.
Den wir stets im Auge behalten sollten.

Pedro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

81 − 77 =